St. Severin Kirche zu Keitum
                                                                                                                                                                                                  
 

   
Predigt vom 06.12.2009

advent.jpgPastorin Susanne Zingel
Sonntag, den 06.12.2009 (2. Advent)
Lukas 21,25-28

Audiomitschnitt

(ca. 16 Min.)

 
Das Kommen des Menschensohns

Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres,  und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. Und alsdann  werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.  Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter,  weil sich eure Erlösung naht.

 
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Predigt vom 29.11.2009

muehleisenorgel.jpgPastorin Susanne Zingel
Sonntag, den 29.11.2009 (1. Advent)
mit der Feier des zehnjährigen Jubiläums der Mühleisenorgel

Audiomitschnitt

(ca. 14 Min.)

 

 

 

Gnade sei mit euch und Friede von  dem der da war, der da ist und der da kommt.
Liebe Gemeinde, nun komm der Heiden Heiland, der Jungfrauen Kind erkannt, dass sich wunder alle Welt  Gott solch Geburt ihm bestellt.
Gewundert habe ich mich im ersten Moment, als unser Kantor Alexander Ivanov vorschlug, für unseren Festgottesdienst nehmen wir diesen einen  Choral und stellen ihn in an den Anfang, wir stellen ihn in die Mitte, wir werden ihn singen und hören es am Ende noch einmal. Mehr gibt es nicht zu bitten, mehr gibt es nicht zu wünschen, als dass es wahr wird, nun komm der Heiden Heiland. So erklingen drei verschiedene Choralvorspiele von Johann Sebastian Bach. Eins knüpft an das andere an und legt den gleichen Choral immer neu aus. Jedes verhüllt ihn, versteckt die Melodie und eröffnet sie.

 
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Predigt vom 27.09.2009


predigt_vom_27.09.2009.jpgPastorin Susanne Zingel
Sonntag, den 27.09.2009
Die Auferweckung des Lazarus; Johannes 11,1-45

Audiomitschnitt

(ca. 18 Min.)



Liebe Gemeinde,
Am Montag hat vor der  Wirtschaftsstrafkammer am Landgericht Essen der Prozess gegen den ehemaligen Chefarzt des  Uniklinikums in Essen begonnen.  Dem Starchirurgen  Christoph Broelsch wird vorgeworfen, er habe todkranke Patienten, die auf eine Operation warteten, erst gegen Zahlung hoher Summen operiert. Das Geld sei  schwarz von Hand zu Hand  direkt in die Schublade gewandert. Dr. Broelsch bekennt sich teilweise dazu, meint aber, es wäre immer noch barmherzig gewesen, denn wenn er offen abgerechnet hätte, hätten sich die meisten Patienten es sich gar nicht  leisten können.

 






















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Predigt vom 30.08.2009


predigt30082009.jpgPastorin Susanne Zingel
Sonntag, den 30.08.2009
Die Heilung eines Taubstummen; Markus 7, 31 – 37

Audiomitschnitt

(ca. 18 Min.)

 




Liebe Gemeinde,

anrührend ist die Geschichte von Johann Heermann, dem Liederdichter, dessen Lied wir gerade gesungen haben. Das fünfte Kind war er, das seine Mutter in den Armen hielt. Vier hatte sie vor ihm schon begraben. Dies fünfte Kind es möge leben. Und wie Hannah im Tempel versprach sie, alles will ich geben und wenn ich betteln gehen muss, dieses Kind soll leben und lernen und die Güte Gottes verkünden. Mit der Orthodoxie ist Johann Heermann hineingeboren in eine Zeit, wo man  die Weisheit mit Löffeln gefressen hatte. Wo man glaubte ganz genau zu wissen war richtig und falsch im Glauben sei. Mit diesem rechthaberischen Glauben ging man gerade drauf zu in den dreißig jährigen Krieg und scheiterte so schrecklich, wie man nur scheitern kann.

 



























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Predigt vom 26.07.2009


kinderbibelwoche.jpgPastorin Susanne Zingel und Pastor Jörg Reimann
Sonntag, den 26.07.2009
Kinderbibelwoche "Kirchbau"

Audiomitschnitt

(ca. 20 Min.)

 

Liebe Gemeinde!
Bei einer Kindergartenführung habe ich gefragt: „Die Kirche, was ist das?“ „Na, das Haus von Gott, wo wir hier drin sind, Pastor.“ Ja, genau. Das Haus von Gott. Und darum geben wir uns soviel Mühe damit, es in Ordnung zu halten. Den Turm zu sanieren, damit er nicht abbröckelt und Menschen verletzt oder Teile durch das Dach in den Kirchenraum oder auf die Orgel stürzen. Seit 800 Jahren vermutlich seit 1000 Jahren, wenn man das Vorläufergebäude mitrechnet, lautet die Antwort der Menschen hier so. Da wollten die Leute sich nicht mehr im ungeschützt Freien treffen, bei Wind und Wetter. Ein richtiger Vorteil gegenüber den germanischen Freiluft-Kultplätzen.

 






















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Predigt vom 19.07.2009


predigt19072009.jpgPastorin Susanne Zingel
Predigttext Matthäus 28, 16- 20  - Der Taufbefehl

Audiomitschnitt

(ca. 15 Min.)

 

Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da war, der da ist und der da kommt Amen.
Liebe Gemeinde,
in der letzten Woche gab es einen nordfriesischen Pastorenkonvent. Da werden alle Kollegen und Kolleginnen zusammengerufen. Der Propst lädt ein, und  er lud ein auf die Hallig Langeneß. Da sagten viele der Kollegen: Was ist das für ein Aufwand: Langeneß, das liegt  ja Am Ende der Welt. Der Propst muss doch wissen, es ist gerade Hochsaison. Es gibt so viel zu tun, und es braucht einen ganzen Tag,  nur um sich auf einer kleinen Hallig zu treffen, und dort dann drei Stunden miteinander zu verbringen. Was bringt denn das? Die ersten melden sich ab, und haben wirklich etwas verpasst.

 






















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Predigt vom 12.07.2009

 

fischzug-des-petrus.jpgPastor Jörg Reimann 
Sonntag, 12. Juli 2009
Fischfang des Petrus; Lukas 5,1-11

 

Audiomitschnitt

(ca. 15 Min.)





Liebe Gemeinde!
 

In den Worten aus dem Lukasevangelium hören wir, wie Simon, später nennt Jesus ihn Petrus (den Fels), zum Glauben kommt und Jesus nachfolgt. Simon Petrus ist mit anderen Fischern am Morgen zurück vom Fischen aber der Fang war mager. Mit einem kleinen Boot und einigen Netzen, die sie durch das Wasser zogen, verdienten sie ihren Lebensunterhalt. Das Boot war dabei ihr großes Kapital. Sie hatten praktisch nichts gefangen. Kein Erfolg. Der Fang des Tages versorgte die Familie. Heute würde es ein hungriger Tag werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Predigt vom 14.06.2009

 

schatulle.jpgPastor Jörg Reimann
Sonntag, 14. Juni 2009
Reicher Mann und armer Lazarus; Lukas 16,19-31


Audiomitschnitt

(ca. 10 Min.)


Liebe Gemeinde,

Die Geschichte ist ungemütlich, sie macht Angst. Wie sollen wir sie im Rahmen der Frohen Botschaft Jesu verstehen?
Der Schriftsteller Oscar Wilde wird mit den Worten zitiert: „Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das Wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß: Es stimmt.“ Unser Volksmund sagt immerhin: „Geld allein macht nicht glücklich.“ Aber mancher fügt dem hinzu: „aber es beruhigt ungemein.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Predigt vom 26.04.2009


tunesien.jpgPastor Jörg Reimann
Sonntag, 26 April 2009
Der gute Hirte;  Johannes 10,11-15 u. 27-30

 

Audiomitschnitt

(ca. 18 Min.)

 




Liebe Gemeinde,
das Bild vom Hirten und den Schafen, ist bei uns nicht mehr so häufig zu sehen. Schafe sind hier eher eingezäunt. Ich war gerade in der vergangenen Woche in Afrika, man Rande der Sahara, weniger als 100 mm Niederschlag pro Jahr. Die Schafe sind da auf dem kargen Boden wichtiger Lebensunterhalt einer Familie. Überall viele kleine Schafherden 10-20 Schafe, und ein Hirte oder eine Hirtin, ziehen umher. Trotz Armut und Gefahren, nicht so sehr durch Raubtiere, eher durch den Autoverkehr an der Straße, ein friedliche Bild. Der Hirte zieht langsamen Schrittes immer mit. Ein Wort genügt und die Schafe halten an oder gehen weiter oder ändern die Richtung, sie kennen seine Stimme und vertrauen ihm.

 





























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Predigt vom 12.04.2009

kreuzschnitt.jpgPastorin Susanne Zingel
Ostersonntag, 12. April 2009 
Joseph von Arimathäa und das leere Grab

Audiomittschnitt

(ca. 18 Min.)







Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da war, der da ist und der da kommt. Amen

Liebe Gemeinde,
der Frühling macht es in diesem Jahr besonders schön, das Osterfest. Die Sonne scheint, alle Blumen blühen, die Vögel singen und nicht nur die Kinder sind froh und vergnügt, dass es hinaus geht und der Osterspaziergang könnte gar nicht schöner sein. Keiner kann sich davor verschließen, die Seele wird weit und alle strahlen glücklicher. 

Der Frühling macht es leicht, Ostern zu feiern.  Und gleichzeitig macht es der Frühling auch schwer.  Denn wenn wir  mit diesem Fest nicht mehr feiern als ein Wiedererwachen der Natur, dann haben wir ganz viel, um uns zu freuen, aber haben doch zu wenig, um wirklich zu sagen: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.“
Dass ein Toter aufersteht,  dass aus einer Katastrophe noch Hoffnung erwachsen kann, das ist noch mehr als die Wahrheit, dass auf jeden Winter ein Frühling folgt. Es ist auch viel mehr als die Zusage, dass auf den Regen auch wieder Sonnenschein folgt.

 

































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Predigt vom 29.03.2009
jakobus_und_johannes.jpgPastorin Susanne Zingel
Sonntag Judika, 29. März 2009
Markus 10, 35-45

Audiomitschnitt

(ca. 18 Min.)
 
 

Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da war, der da ist und der da kommt. Amen

Liebe Gemeinde,

wer darf im Himmelreich zur Rechten und zur Linken von Christus sitzen?   Das ist eine einfache und eine klare Frage. Aber Jakobus und Johannes bekommen darauf keine klare Antwort, dafür aber jede Menge Ärger.  Dabei steht die Sache für die beiden eigentlich nicht schlecht. Sind sie doch die beiden, die Jesus mitgenommen hat auf den Berg der Verklärung. Johannes ist der Jünger, den Jesus besonders lieb hatte. Beim Abendmahl saß er an seiner Seite, unter dem Kreuz stand er bei Maria. Warum sollte es nicht auch in der Ewigkeit so sein?

 



























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Predigt vom 22.03.2009

kabat.jpgPastorin Susanne Zingel
Sonntag Lätare, 22. März 2009
Johannes 12, 20-26


Audiomitschnitt

(ca. 17 Min.)

 

Aufführung von Krabat im
Hamburger Schauspielhaus
  

 

Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da war, der da ist und der da kommt. Amen

Liebe  Gemeinde,

Und da waren Griechen, die baten Philippus und sprachen: „Herr, wir wollen gerne Jesus sehen.“
Die Griechen stehen für die Klugen, die Gebildeten. Sie kommen mit der Weisheit der Philosophen, mit Geist und Verstand. Sie wollen hören, was Jesus zu sagen hat und bitten höflich, Jesus zu sehen. Wo Jesus sonst doch den Menschen so nah kam, wird es hier schwierig. Sie bitten erst Philippus. Der, als traute er sich nicht allein zu Jesus zu gehen, bittet Andreas. Zusammen gehen dann beide Jünger und fragen Jesus und bekommen eine Abfuhr. Jesus geht nicht auf ihre Frage ein und signalisiert, es ist zu spät. Er antwortetet nur mit einem geheimnisvollen Wort: „Wenn das  Korn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, dann bringt es viel Frucht.“ Dieses Jesuswort kennen wir auch von den anderen Evangelisten. Bei Matthäus und Lukas ist es Teil einer Rede schon viel früher, dem Volk und allen Jüngern gepredigt.

 



























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Predigt vom 15.03.2009

du-und-ich.jpgPastorin Susanne Zingel
Sonntag, den 15.03.2009
Lukas 9, 57 - 62

Audiomitschnitt

(ca. 20 Min.)

 
Maria Lassnig
Du oder ich (You or Me), 2005
© Maria Lassnig
Mit freundlicher Genehmigung des Mumok/Wien
 


Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da war, der da ist und der da kommt. Amen.

Liebe Gemeinde,
Auch Sylter machen manchmal Urlaub. So war ich in der letzten Woche nach Wien gereist und konnte dort ein paar Tage durch die Stadt spazieren. Überall sieht man dort das Bild, das Sie gerade in der Hand halten. Dort ist es ganz, ganz groß überall  plakatiert.  Wer dies Bild nicht anschauen möchte, weil es ihm zu anstößig, zu provokativ erscheint, der muss, lebt er in Wien, in diesen Tagen die Stadt verlassen.  Man kann dem Bild nicht entgehen. Überall schaut sie einen an: Maria Lassnig, eine bekannte österreichische Malerin. Mit diesem Plakat wird für ihre Ausstellung in dem Museum für moderne Kunst geworben. Man gewöhnt sich an das Bild. Passanten laufen achtlos daran vorbei und  trotzdem kreuzen sich immer wieder die Blicke und man sieht das ganze Geschehen um sich herum verändert.

 

 

 































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Predigt vom 22.02.2009
 

soli-deo-gloria-1.jpg

Pastorin Susanne Zingel
Sonntag, den 22.02.2009

Audiomitschnitt

(ca. 20 Min.)

 

Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da war, der da ist und der da kommt.
Liebe Gemeinde
Das Wasser ist der Gegenspieler des Feuers. Diese beiden Elementen werden niemals Freunde. Als würden sie uns in ihren Kampf mit hineinziehen wollen, bieten beide zur Biike alles auf, was in ihrer Macht steht. Wieder gab es gestern eine verregnete Biike.  Das Feuer hat sich – angefeuert von den Menschen für eine Weile durchgesetzt. Hoch loderten die Flammen. Aber als alle schon längst wieder im Trockenen beim Grünkohlessen saßen,  dann fiel  der Regen immer weiter und behielt zuletzt die Oberhand.

 
 
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Predigt vom 15.02.2009

magnolie.jpgPastorin Susanne Zingel
Sonntag, den 15.02.2009
Das Gleichnis von der vierfachen Saat   -  Markus 4  

Audiomitschnitt

(ca. 20 Min.)

 

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unser, Vater und seinem Herrn Jesus Christus Amen Freunde,dass der Mandelzweig
wieder blüht und treibt,
ist das nicht in Fingerzeig,
dass die Liebe bleibt?
Dass das Leben nicht verging,
so viel Blut auch schreit,
achtet dieses nicht gering
in der trübsten Zeit.

Es ist kein Mandelzweig, sondern ein Magnolienzweig, der hier vorn am Altar wunderschön blüht. Jede Blüte ist ein Wunderwerk. Der dunkle Zweig sieht noch aus wie abgestorben, da öffnet sich eine Blüte wie aus dem Paradies. Wer Zeit hat, der komme doch nachher nach vorn und schaue sich diese Schönheit an. Keinen lässt es unberührt. Wie Matthias Claudius seinem Freund schreibt: „Gewiss lehret uns der Frühling Gott und seine Güte sonderlich; denn was so zu Herzen geht, muss aus irgendeinem Herzen kommen.“

 
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