St. Severin Kirche zu Keitum
                                                                                                                                                                                                  
 

   
Grussworte



Traugott Giesen
ehemaliger Pastor in St. Severin

traugott-giesen.jpgSt. Severin - unser  gemeinsames Haus
Hier reicht die Herkunft am weitesten zurück.
Hier segnen wir unsere Kinder und Enkel, hier lassen die Paare sich anvertrauen, von hier aus geben wir letztes Geleit.
Hier feiern wir Gottesdienste und uns als Gottes Familie, hier klingt es manchmal schon himmlisch. Und das Haus für diese Festlichkeiten ist gefährlich brüchig. 
Als St-Severin vor 800 Jahren errichtet wurde, musste sich das Kirchspiel Keitum jeden Stein, jeden Ziegel vom Mund absparen.
In Hungerzeiten verwahrloste das Haus, in Zeiten des Wohlstandes schmückte man es wieder.
Und Heute? St-Severin hat klaffende Wunden. Wir müssen die Schäden, die noch zu heilen sind, jetzt in einem gemeinsamen Kraftakt angehen.
Legen wir gemeinsam zusammen für unser geliebtes, gemeinsames Haus.

 

Propst Dr. Kay-Ulrich Bronk
dr.-bronk.jpgKirchen sind mehr als nur Gebäude
Sie sind die Räume, in denen der christliche Glaube weitergegeben wird,
und sie sind der Ort, an dem menschliche Freude und menschlicher Kummer, Dank und Klage eine Adresse haben.
Hier bekommen unsere Gedanken und Gefühle Form und Sprache.
Hier können wir unser Gepäck ablegen und Kraft tanken. Kirchen sind Gedeihräume des Lebens.
Die Keitumer Kirche ist ein besonderes Kleinod.
Ich freue mich über die Möglichkeit, dass Turm und Apsis in der nächsten Zeit saniert werden können. Die Kirchengemeinde Keitum, der Förderverein, der Kirchenkreis Nordfriesland, die Nordelbische Kirche und Landesamt für Denkmalpflege unterstützen diese Maßnahmen personell, finanziell und ideell. Dieses Engagement so vieler zeigt, dass Kirchen nicht nur für die regelmäßigen Gottesdienstbesucher/innen ein wichtiges Zentrum sind, sondern auch für andere ein bedeutender Ort unserer Kultur und unseres gemeinsamen Lebens bleiben.
Lassen Sie den Kirchenraum auf sich wirken und genießen seine Schönheit.

 

Dr. Dirk Jonkanski
Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein
dr.-dirk-jonkanski.jpgDie in Keitum nahe am Watt gelegene Inselkirche St. Severin ist eine weithin sichtbare Landmarke Sylts, die Einheimische wie Touristen gleichermaßen in den Bann zieht. Der einschiffige, flach gedeckte  Bau des 13. Jahrhunderts aus Granit, Tuff und Backstein mit eingezogenem Kastenchor und Halbrundapsis und seine Ausstattung mit wertvollen Kunstwerken spiegeln den Wohlstand und das geistig-kulturelle Leben vieler Generationen. Als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung wurde St. Severin in das Denkmalbuch des Landes Schleswig-Holstein eingetragen.

Mit Sorge sieht die Denkmalpflege die Bauschäden an Turm und Apsis. Das alte Bleidach der als Halbkuppel gewölbten Apsis ist augenscheinlich eingesackt, die Dachkonstruktion des spätgotischen Westturms weist Fäulnis auf, die von Wind und Wetter zernarbten Umfassungswände des Turmes sind zu überarbeiten und der eiserne, für die Nordseeluft ungeeigneten Glockenstuhl ist zu erneuern. Bei diesen Maßnahmen handelt es sich nicht um mangelnde Bauunterhaltung, sondern um eine grundlegende Instandsetzung, die unser aller Zustimmung und Unterstützung bedarf.

 
 
 
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