St. Severin Kirche zu Keitum
                                                                                                                                                                                                  
 

   
Sanierungskonzept
 
 



2007 stellte sich heraus, dass der eiserne Glockenstuhl verrostetet war. Dringend  musste etwas geschehen. Bei der folgenden Begutachtung durch den  Glockensachverständigen Volker Scheibe wurde deutlich, dass der Rost nicht das einzige Problem ist. Der Glockenstuhl ist direkt in die alten Kirchenmauern eingelassen. Die unmittelbare Übertragung der Glockenschwingung hat zu Rissen im Mauerwerk geführt. Diese Schäden waren in früheren Jahren mit modernen Bausteinen und Zementmörtel repariert worden, was zu weiteren Rissen im spätgotischen Mauerwerk geführt hat. Die dadurch  eingedrungene Staunässe hat dem Holz im Inneren des Turmes so zugesetzt, dass die Holzböden und tragenden Balken zu faulen angefangen haben
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Die Errichtung des neuen aus Eichenholz gefertigten Glockenstuhl wird durch den Förderkreis St. Severin E.V. unterstützt. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Förderkreis.

  
 



Nach eingehender Beratung mit den zuständigen Denkmalschützern wurde im Dezember 2008 folgendes Vorhaben genehmigt und beschlossen: 
Die historische Backsteinfassade der Kirche wird wieder in Stand gesetzt. Harte  Klinkersteine aus der Neuzeit werden durch Klosterformate und barocke Backsteine  ersetzt. Diese werden in der dänischen Ziegelei Falkenlöwe nach historischem  Vorbild hergestellt. Für die Verfugung wird ausschließlich Kalkmörtel verwendet. Die  Substanz des Turms wird dadurch gefestigt und Feuchteschäden im Inneren des  Turms sollen zukünftig verhindert werden.
Der stählerne Glockenstuhl wird entfernt. Neue Holzböden werden eingezogen. Ein neuer Glockenstuhl wird aus Eichenholz angefertigt und über mehrere Ebenen  verankert. So werden die Kräfte der Glockenschwingungen in den Boden und nicht mehr in das Mauerwerk abgeleitet. 


 
 




Der Dachstuhl wird in Teilen erneuert, marode Teile werden ausgetauscht. Bei der  Neueindeckung des Daches wird die klassische „Mönch- Nonne“ – Dachpfanne  verwendet.
Bei den Besuchen der Bauexperten stellte sich heraus, dass auch die Apsis der Kirche dringend sanierungsbedürftig ist. Das Bleidach  aus dem 17. Jahrhundert ist perforiert. Wasser dringt ins Innere ein. Die eichernen Schwellhölzer des Dachstuhls faulen.

 
 



Für die Apsis wurde genehmigt und beschlossen:
Das wertvolle historische Bleidach wird abgehoben. Wo nötig werden die alten  Bleiplatten ersetzt. Der marode Dachstuhl wird saniert. Ein wasserführendes  Unterdach wird eingebaut.

 
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