Marienbilder

Im Rahmen der vierteiligen Vortragsreihe zum Thema Marienbilder lädt Pastor Ingo Pohl am Dienstag, den 16.10.2018 um 19 Uhr mit dieser Bildbetrachtung zu einem meditativen Gesprächsabend ins Keitumer Pastorat. 

„Die Madonna von Stalingrad“ ist eine Holzkohlenzeichnung, die der evangelische Pastor und Lazarett-Oberarzt Kurt Reuber Weihnachten 1942 in Stalingrad (heute Wolgograd) schuf. Sie zeigt eine sitzende Frauengestalt mit ihrem Kind, das sie liebevoll ansieht und ihm Schutz und Geborgenheit gibt. Die Darstellung trägt die Umschrift „1942 Weihnachten im Kessel – Festung Stalingrad – Licht, Leben, Liebe“.

„Wenn man unsere Lage bedenkt, in der Dunkelheit, Tod und Hass umgehen - und unsere Sehnsucht nach Licht, Leben, Liebe, die so unendlich groß ist in jedem von uns!“ (Kurt Reuber in einem Brief an seine Frau)

Die Zeichnung gelangte dank eines verletzten Offiziers mit einem der letzten Flüge aus Stalingrad. Heute hängt es in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächniskirche und zieht seitdem „die Menschen in seinen Bann, Christen und auch Nichtchristen. … Die Ruhe und Geborgenheit, die von diesem Bild ausgeht, steht in Spannung zu den verzweifelten Umständen seiner Entstehung im Kessel von Stalingrad 1942. [Kurt Reuber hat dieses Werk] seinen Leidensgenossen in einer Heiligabendandacht „vorgestellt“, als eine anschaubare Predigt des Evangeliums. Der Bericht eines Augenzeugen gibt zu verstehen, dass der enge Bunker durch dieses Bild zu einer Kapelle geworden sei.“

( Martin Kruse: Kurt Reuber - ein früh Vollendeter, 2012)

9.Oktober: 19.00 im Keitumer Pastorat
Maria auch für Protestanten
Vortrag von Dr. Christiane Eilrich, Pastorin in Morsum Formen der Marienverehrung begegnen dem, der sie bewusst wahrnimmt, auch im gegenwärtigen Protestantismus in großer Zahl und Vielfalt. Sie können eine Bereicherung auch evangelischer Frömmigkeit sein, haben jedoch durchaus ihre theologischen Grenzen.

16. Oktober: 19.00 im Keitumer Pastorat
Die Madonna von Stalingrad
Eine Bildbetrachtung, von Pastor Ingo Pohl

23. Oktober: 19.00 in der Kirche St. Severin
Mariendarstellungen in der Kirche St. Severin
In der Kirche St. Severin sind Darstellungen der Mutter Jesu aus 500 Jahren bildnerischer Kunst erhalten. Auch Bilder, die nicht offensichtlich im wahrsten Sinn des Wortes sind, sondern etwas verborgen, werden an dem Abend zum Thema geistlicher Betrachtungen werden. Pastor Ingo Pohl zeigt vor Ort einige dieser Darstellungen.

30. Oktober: 19.00 in der Kirche St. Severin
Komplet, das kirchliche Nachtgebet
Im Rahmen des Nachtgebetes erläutert Pastor Ingo Pohl den mittelalterlichen Text des Salve Regina.

Beginn ist jeweils um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.