Der Friedhof von St. Severin als maritimer Gedenkort

Der Friedhof von St. Severin ist eine Schatzkammer lebendiger Erinnerungen des Dorfes und der Insel Sylt. Mit jedem Grabstein verbinden sich Lebens- und Familiengeschichten, die weit zurückgehen bis hin zu den ältesten Steinen aus dem 17. Jahrhundert. Dabei hinterließ das Leben am Meer seine Spuren.

Vielfach finden sich maritime Symbole auf den Grabsteinen. Die Andeutungen der Lebensgeschichten zeigen, dass Wohlstand aber auch Schicksalsschläge mit der Seefahrt verbunden waren.

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Friedhof am Meer

Der Friedhof von St. Severin zieht viele Besucher an. Während man die Wege zwischen den Gräbern entlang wandert, kann der Blick weit über das Wattenmeer schweifen. Immer wieder erscheint es verschieden bei Ebbe und Flut. Dieser Wechsel der Gezeiten kann zum Sinnbild für das schwindende und wiederkehrende Leben werden. Hier werden wir Zeugen einer steten Bewegung zwischen Himmel und Erde, Land und Meer.

Im Thomasevangelium sagt Jesus: „Werdet Vorübergehende“, und meint: „Beheimatet euch nicht zu fest in dieser Welt. Bleibt nicht  stehen, wenn sich um euch herum Himmel und Erde bewegen.“ Vor allem die Gräber der Seefahrer, die schönen Kunstwerke und die Kirche St. Severin als Orientierung für die Seefahrer erzählen Geschichten von Aufbruch und Heimkehr, von Untergang und Bewahrung, von Hoffnung, Widerstand und  von Treue.  Ohne große Worte verbreitet sich hier  tröstlich und  ermutigend  die große  Güte, von der Jesus spricht.

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