RETTET ST. SEVERIN

2014 begann der Kirchengemeinderat mit den Planungen für eine groß angelegte Innensanierung von St. Severin. Damals war der Stand der Dinge, dass die Hauptausreinigung der Orgel in absehbarer Zeit ansteht, dass die Wände nicht nur gestrichen werden müssen, sondern auch der bröckelnde Putz erneuert oder gefestigt werden muss und dass die Elektroinstallation und Beleuchtung genauso dringend wie die Beschallungsanlage überholt werden müssen.

Der Kirchengemeinderat begann 2014 mit den Planungen, um dieses große Projekt zwischen 2016 und 2018 durchführen zu können und entschied sich – aufgrund der guten Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Architekt Dietrich Fröhler bei der Turmsanierung 2009 und bei der Sanierung des Bleidachs der Apsis 2010 – erneut mit Architekt Fröhler zusammen zu arbeiten und beauftragte ihn ein Sanierungsgutachten zu erstellen.

Flyer und Spendeninfo als PDF

Die Planungen begannen, Experten wurden hinzugezogen und alles nahm seinen geplanten Lauf bis wir Ende 2015 – kurz vor Fertigstellung des Sanierungsgutachtens für die Innensanierung – eine schlimme Entdeckung machten: Der Gescheckte Nagekäfer – ein aggressiver Holzparasit – hatte sich auf dem Dachboden des Kirchenschiffes von St. Severin eingenistet und hatte schon damit begonnen den hölzernen Dachstuhl unserer Kirche zu zerstören. Der Anblick von regelrecht zerfressenen Holzbalken ließ uns erschrecken. So wurden erneut Experten nach St. Severin gerufen – diesmal um die Schäden zu begutachten und um sicher zu stellen, dass die Kirche ohne Gefahr nutzbar ist. Schnell wurde klar: Die Kirche kann in den nächsten Monaten ohne Bedenken weiter genutzt werden, aber der Dachstuhl muss zeitnah saniert werden. So hieß es dann:

Notmaßnahme – Der Dachstuhl muss saniert werden

Nach Durchlaufen des Genehmigungsverfahrens für die dringend notwendige Dachstuhlsanierung unter Beteiligung des Kirchenkreises, der Landeskirche und des Landesamts für Denkmalpflege und gleichzeitiger Akquirierung von finanziellen Mitteln stehen wir jetzt – Ende Juli 2016 – kurz vor der Durchführung dieser Notmaßnahme.

Nach den jetzigen Plänen belaufen sich die Kosten für die Dachstuhlsanierung auf 300.000 Euro. Das ist für unsere Kirchengemeinde sehr viel Geld und der Kirchengemeinderat hofft, dass während der Arbeiten keine weiteren bösen Überraschungen auf uns warten, sodass nicht noch mehr unvorhersehbare Kosten auf uns zukommen.

Dank unserer Rücklagen in Höhe von 75.000 Euro – die durch viele Spenden in den letzten Jahren gefüllt wurden –, Dank dem großen Engagement des Förderkreises und einer damit verknüpften Zusage sofort 60.000 Euro für die Dachstuhlsanierung einbringen zu können und Dank der Bereitstellung von Mitteln in Höhe von 80.000 Euro aus dem Baufonds für Notmaßnahmen des Kirchenkreises Nordfriesland haben wir von den 300.000 Euro schon 215.000 Euro zusammen. Dafür sind wir sehr dankbar, wenngleich ein Wermutstropfen dabei ist, dass die Gelder, die Kirchengemeinde und Förderkreis in die Dachstuhlsanierung einbringen, eigentlich in die Innensanierung einfließen sollten, wo uns diese Mittel jetzt erst einmal fehlen werden.

Außerdem fehlen uns trotz 215.000 € für die aktuelle Finanzierung noch 85.000 Euro. Dies nimmt der Kirchengemeinderat zum Anlass und startet unterstützt vom Förderkreis von St. Severin die Kampagne „RETTET ST. SEVERIN“

Diese Kampagne wird solange dauern, bis alle Arbeiten, die notwendig sind, um unsere schöne alte Kirche nachhaltig instand zu setzen, abgeschlossen sein werden. Wir tragen die Verantwortung dafür, dass spätere Generationen sich daran freuen können, in welchem Zustand wir ihnen St. Severin hinterlassen.

Wir hoffen, dass die Gemeinde und alle, die mit St. Severin verbunden sind, dies Projekt zu ihrer Sache machen. Man kann spenden, man kann anderen erzählen, vor welchen Herausforderungen wir stehen. So möchten wir uns mit vielen verbünden und dann auch erleben, dass viele Menschen guten Willens miteinander Unglaubliches schaffen können.

Spendenkonto

IBAN: DE09 2179 1805 0000 7733 44
BIC: GENODEF1SYL

Wenn Sie uns eine Spende zukommen lassen möchten, so nutzen Sie bitte unser Spendenkonto. Selbstverständlich erhalten Sie für Ihre Spende eine Spendenquittung. Wir möchten Sie bitten, hierfür Ihre vollständige Adresse anzugeben. Vielen Dank!

Bild klicken für Vergrößerung

Hintergrundinfos:
Der Gescheckte Nagekäfer hat sich aufgrund hoher Luftfeuchtigkeit und mangelnder Luftzirkulation sowie durch fehlerhaftes Aufbringen von Dämmmaterialien besonders im Bereich der tragenden Balken des Dachstuhls eingenistet. Der Schädling ist dabei so tief in das Balkenwerk eingedrungen, dass die tragenden Mauerschwellen komplett erneuert werden müssen. Für diese Maßnahme wird der Dachraum über dem Kirchenschiff von außen unterhalb der Traufkante geöffnet und die eichenen Mauerschwellen rundherum ausgetauscht. Die Dämmung über der Kirchendecke muss erneuert werden, für eine dauernde Durchlüftung des Dachbodens wird gesorgt werden. Das alles kann nach den Plänen von Architekt Fröhler bei einer weiterhin geöffneten Kirche durchgeführt werden.