Kircheninnenrenovierung von St. Severin beginnt

Gemeinde zieht nach Erntedankgottesdienst am 01.10. für voraussichtlich sechs Monate aus Gottesdienstraum aus

Nachdem die Dachstuhlsanierung von St. Severin im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen werden konnte, beginnt Anfang Oktober nun der zweite Teil der Sanierung der Keitumer Kirche: die Innenrenovierung mit Hauptausreinigung der Mühleisenorgel. Für voraussichtlich sechs Monate wird die Kirche dafür geschlossen sein.

Nach dem Erntedankgottesdienst am 1. Oktober um 10.00 Uhr in St. Severin mit Pastor i.R. Ulrich Hentschel, dem Kirchengemeinderat und dem Chor an St. Severin zieht die Gemeinde feierlich aus dem Gottesdienstraum aus. Im Anschluss daran lädt der Kirchengemeinderat zu einem Kirchenkaffee in den Gemeindesaal des Keitumer Pastorats, in dem die Gemeinde während der Renovierungsphase Gottesdienst feiern wird.

Die Kirche St. Severin ist ein besonderes über die Region hinaus bedeutendes sakrales Baudenkmal. Der gut erhaltene spätromanische Bau des frühen 13. Jahrhunderts mit Granitsockel – den unteren Partien aus Granitquadern, den oberen aus Tuff- und Backstein, die Traufen mit Rautengitter geschmückt – zeigt Spuren einer intensiven Nutzung, besonders an Innenwänden und Decken.

Im Zuge der Renovierung erhalten die Wände einen neuen Kalkanstrich, nachdem die letzten Anstriche abgetragen worden sind. Die bemalte Holzdecke wird gereinigt, Fehlstellen werden ergänzt. Das Gestühl und die Emporen werden mit einem neuen Anstrich versehen. Altar, Kanzel und Orgel werden gereinigt. Die Beleuchtung wird erneuert, die Beschallungsanlage wird nach neuestem Stand der Technik hergestellt. Die Heizungs- und Lüftungsanlage wird modernisiert und erhält eine neue Kesselanlage in Brennwerttechnik. Sowohl die Beleuchtung als auch die Heiztechnik sind im Hinblick auf eine CO2-Reduzierung gestaltet.

Für die Gesamtmaßnahme der Sanierung von St. Severin wird mit einem Kostenvolumen von 1,28 Mio. Euro gerechnet, davon sind ca. 650.000 € für die Innenrenovierung mit Hauptausreinigung der Mühleisenorgel geplant. Ein besonders großer Zuschuss in Höhe von 465.000,00 € wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VI, II. Tranche bewilligt.